STV begrüsst Klärung zur Tourismusbank light
Der STV begrüsst das Anliegen, die Machbarkeit und konkrete Ausgestaltung einer «Tourismusbank» durch den Bundesrat klären zu lassen. Die Idee ist nicht wirklich neu. Bereits 2006 konkretisierten Tourismuskreise ein Tourismusgesetz als Ersatz für verschiedene einzelne Erlasse. Ziel war die Bündelung von Massnahmen bzw. Schaffung weitreichender Synergien.
Der Schweizer Tourismus-Verband begrüsst das Anliegen, die Machbarkeit und konkrete Ausgestaltung einer «Tourismusbank» durch den Bundesrat klären zu lassen. Die Idee ist nicht mal so neu. Bereits 2006 konkretisierten Tourismuskreise die Idee. Skizziert wurde ein Tourismusgesetz als Ersatz für verschiedene einzelne Erlasse (Kredit an Schweiz Tourismus, InnoTour, Beherbergungskreditgesetz usw.). Ziel war die Bündelung von Massnahmen bzw. Schaffung weitreichender Synergien. Dabei war auch von der Schaffung einer Tourismusbank die Rede.
Chancen
Die «Tourismusbank light» kann einen Beitrag dazu leisten, die Wettbewerbsfähigkeit von Tourismusdestinationen zu stärken. Sie muss dazu aber in engen Abstimmungen mit den Instrumenten der neuen Regionalpolitik (NRP) funktionieren. Idealerweise kann sie zur Aktivierung brachliegender, regionaler Potenziale beitragen. Idealerweise geschieht das entlang der ganzen touristischen Dienstleistungskette und wäre so geeignet, die Qualität der touristischen Dienstleistungen entsprechend attraktiver Tourismusdestinationen zu steigern. Es muss zusätzliche Wertschöpfung angestrebt werden. Die Sicherung der qualitativen Leistung ist dabei entscheidend und soll gefördert werden. Die Empfänger sollen ergänzend eigene Mittel investieren. Ich sehe auch eine grosse Chance darin mit Bezug auf unsere alte Forderung nach gleich langen Spiessen wie die Mitbewerber. Wir kämpfen eh‘ schon mit den Benachteiligungen durch den knallharten Franken und durch die Hochpreisinsel Schweiz.
Risiken
Sie darf nicht auf Mittelverteilung nach Giesskannenprinzip ausgerichtet sein. Sie muss die innovativen, kreativen Ansätze touristischer Leistungsträger ergänzen und nicht zum Strukturerhalt hergezogen werden. Es könnten Chancen verpasst werden, einen grossen Schritt zur Nachhaltigkeit in ökologischen, ökonomischen und sozialen Bereichen zu machen. So ausgerichtet wäre eine Tourismusbank gar eine grosse Chance für die geplagten Berggebiete und den Schweizer Tourismus als Ganzes. Er sichert immerhin 140‘000 Arbeitsplätze und soll am weltweiten Wachstum der Branche partizipieren können.
Chance Zweitwohnungsinitiative
Die Initiative kann Auslöser sein für einen nachhaltigen Wandel. Bereits heute ist absehbar, dass die Annahme der Initiative als Chance für den Tourismus gelten darf, wenn es tatsächlich gelingt, den uferlosen Bau neuer kalter Betten zu vermeiden und dabei die Anliegen des Tourismus nach bewirtschafteten, warmen Betten zu berücksichtigen. Eine «Tourismusbank light» steht dem nicht im Weg und würde, falls entsprechend ausgerichtet, sicher auch von den Zweitwohnungs-Initianten unterstützt.
