Deutlicher Rückgang der Logiernächte

Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im August 2011 insgesamt 3,9 Millionen Logiernächte, was gegenüber August 2010 einer Abnahme von 6,3 Prozent (-260'000 Logiernächte) entspricht. Insgesamt 2,2 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste. Dies entspricht einem Rückgang von 9,4 Prozent (-229'000 Logiernächte). Die inländischen Gäste generierten 1,6 Millionen Logiernächte, was eine Abnahme von 1,9 Prozent bedeutet (-31'000 Logiernächte). Der starke Schweizer Franken könnte dieses Ergebnis teilweise erklären.

Von Januar bis August 2011 kumuliert sich die Zahl der Logiernächte auf 25,4 Millionen. Dies entspricht einer Abnahme von 1,7 Prozent (-444'000 Logiernächte) gegenüber derselben Vorjahresperiode. Die ausländische Nachfrage registrierte 14,5 Millionen Logiernächte und damit einen Rückgang von 2,8 Prozent (-422'000 Einheiten). Die Gäste aus dem Inland verzeichneten
10,9 Millionen Logiernächte und damit eine Reduktion um 0,2 Prozent (-22'000 Logiernächte).

Starker Logiernächterückgang bei den europäischen Gästen im August 2011

Im August 2011 verzeichneten die Besucherinnen und Besucher aus Europa (ohne Schweiz) einen Logiernächterückgang von 226'000 Einheiten (-12%) gegenüber August 2010. Deutschland verbuchte mit einem Minus von 94'000 Logiernächten (-13%) die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Es folgen die Niederlande mit einer Abnahme von 31'000 Logiernächten (-22%), Italien (-24'000 / -14%) sowie das Vereinigte Königreich (-22'000 / -11%), danach Frankreich und Spanien mit Logiernächterückgängen von 15'000 (-8%) bzw. 7400 (-9,1%) Einheiten.

Bei den Gästen aus Amerika resultierte ein Rückgang um 13'000 Logiernächte (-6,4%). Mit 17'000 Logiernächten weniger (-11%) verzeichneten die Vereinigten Staaten die stärkste absolute Abnahme dieses Kontinents. Demgegenüber erhöhte sich die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent um 11’000 Logiernächte (+3,3%). China (ohne Hongkong) legte um 34'000 Logiernächte (+65%) zu und wies damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Die Besucherinnen und Besucher aus der Republik Korea, Israel und Indien registrierten Zunahmen um 3700 (+21%), 3000 (+9,9%) bzw. 2000 Einheiten (+5%). Die Golfstaaten hingegen verzeichneten eine Abnahme von 35'000 Logiernächten (-61%). Zu bedenken gilt, dass in diesem Jahr der Ramadan während dem ganzen Monat August stattfand. Japan verzeichnete eine Abnahme von 6800 Logiernächten (-7,7%). Der Kontinent Ozeanien wies ein Plus von 370 Logiernächten (+1,5%) auf, während der afrikanische Kontinent 850 Logiernächte weniger verbuchte (-4,3%).

Logiernächterückgang in den Tourismusregionen

Unter den Tourismusregionen verzeichnete Graubünden im August 2011 mit einem Minus von 49'000 Logiernächten (-7,3%) den deutlichsten absoluten Rückgang gegenüber August 2010. Das Tessin registrierte eine Abnahme von 48'000 Logiernächten (-13%) und das Wallis ein Minus von 34'000 Einheiten (-6,8%). Es folgen die Ostschweiz (-25'000 Logiernächte / -10%), das Berner Oberland (-24'000 / -4,9%) und das Genferseegebiet (Waadtland) (-22'000 / -7,8%). Lediglich die Region Fribourg konnte einen Logiernächtezuwachs verzeichnen; er betrug 2100 Logiernächte (+4,4%).

Download

Archiv