Schweiz Tourismus: Zahlreiche Herausforderungen im Jahr 2012
Bereits das Jahr 2011 war nicht leicht für den Schweizer Tourismus und auch das laufende Jahr dürfte für die Branche kein Zuckerschlecken werden. Die Frankenstärke hält Besucher aus den Nachbarländern fern, während die verbreitete Unlust zum Konsum auch viele Schweizer vom Reisen im eigenen Land abhält.
«2012 wird ein Jahr voller Herausforderungen», sagte Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus, in Zürich. Neben dem weiter starken Franken belaste die Konsumentenstimmung.
«Zudem haben wir starke Mitbewerber aus dem Mittelmeerraum, die mit Überkapazitäten und tiefen Preisen um die Kunden werben», so Schmid. Kein Marketing der Welt könne dies vollständig ausgleichen.
Investitionen in Wachstumsmärkte
Die neueste Prognose der Konjunkturforscher von Bakbasel gehe von einem Rückgang der Hotellerie um 1,4 % aus. Der Rückgang bei inländischen Gästen werde voraussichtlich 0,5 % betragen, bei den ausländischen Touristen 2,1%.
Damit dürfte aber der Boden für den Schweizer Tourismus gefunden sein. Man müsse bei der Qualität besser sein als die Konkurrenz und mit Nischenprodukten punkten. Auch die Märkte zu diversifizieren sei wichtig.
So will Schweiz Tourismus 2012 17,4 Mio. Fr. in strategische Wachstumsmärkte wie die Bric-Staaten oder die Golfregion investieren. Zudem werden Vertretungen in Brasilien und Singapur eröffnet sowie die Präsenz in den nordischen Ländern sowie in Australien, Südostasien und Korea verstärkt werden. Insgesamt sollen 48,5 Mio. Fr. in Marketingmassnahmen im laufenden Jahr investiert werden.
Wasserfreuden sollen Touristen anlocken
Für das Sommerjahr will der Tourismusverband mit einer Kampagne zum «Jahr des Wassers» die Touristen für Ferien in der Schweiz begeistern. Unter anderem ist eine neue Broschüre mit 110 Hotels und Unterkünften direkt an Seen und Flüssen erschienen.
Ein grosses Event werde die Durchschwimmung des Rheins von Ernst Bromeis von der Quelle in Graubünden bis zur Mündung in die Nordsee, sagte die Schweiz-Tourismus-Medienverantwortliche.
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