Deutlicher Rückgang bei den ausländischen Gästen

Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im September 2011 insgesamt 3,3 Millionen Logiernächte, was gegenüber September 2010 einer Abnahme von 3,9 Prozent (-135'000 Logiernächte) entspricht. Insgesamt 1,8 Millionen Logiernächte gingen auf das Konto der ausländischen Gäste. Dies entspricht einem Rückgang von 6,8 Prozent (-129'000 Logiernächte). Die inländischen Gäste generierten 1,6 Millionen Logiernächte, was eine Abnahme von 0,3 Prozent bedeutet (-5100 Logiernächte).

Von Januar bis September 2011 kumuliert sich die Zahl der Logiernächte auf 28,7 Millionen. Dies entspricht einer Abnahme von 2 Prozent (-578'000 Logiernächte) gegenüber derselben Vorjahresperiode. Die ausländische Nachfrage registrierte 16,3 Millionen Logiernächte und damit einen Rückgang von 3,3 Prozent (-552'000 Einheiten). Die Schweizer Gäste verzeichneten 12,5 Millionen Logiernächte und damit eine Reduktion um 0,2 Prozent (-27'000 Logiernächte).

Starker Logiernächterückgang bei den Gästen aus Europa, Zunahme bei den asiatischen Gästen

Im September 2011 verzeichneten die Besucherinnen und Besucher aus Europa (ohne Schweiz) einen Logiernächterückgang von 146'000 Einheiten (-11%) gegenüber September 2010. Deutschland verbuchte mit einem Minus von 79'000 Logiernächten (-14%) die deutlichste absolute Abnahme aller Herkunftsländer. Es folgen das Vereinigte Königreich mit einer Abnahme von 23'000 Logiernächten (-13%), die Niederlande (-8200 / -12%), Italien (-8000 / -11%) sowie Frankreich und Belgien mit einem Rückgang von je 6400 Einheiten (-6% bzw. -13%). Der starke Schweizer Franken kann dieses Ergebnis teilweise erklären. Bei den Gästen aus Amerika resultierte ein Rückgang um 16'000 Logiernächte (-6,1%). Mit 18'000 Logiernächten weniger (-9,4%) verzeichneten die Vereinigten Staaten die stärkste absolute Abnahme dieses Kontinents.

Die Nachfrage aus dem asiatischen Kontinent erhöhte sich um 32'000 Logiernächte (+12%). China (ohne Hongkong) legte um 20'000 Logiernächte (+43%) zu und wies damit das stärkste absolute Wachstum aller Herkunftsländer auf. Es folgen die Golfstaaten mit einem Logiernächteplus von 11'000 Einheiten (+32%). Japan hingegen verzeichnete eine Abnahme um 2000 Logiernächte (-3,7%). Der Kontinent Ozeanien wies ein Plus von 2000 Logiernächten (+5,9%) auf, während der afrikanische Kontinent 1100 Logiernächte weniger verbuchte (-4,5%).

Rückgänge in der Mehrzahl der Tourismusregionen

Unter den Tourismusregionen verzeichnete Graubünden im September 2011 mit einem Minus von 40'000 Logiernächten (-8,5%) den deutlichsten absoluten Rückgang gegenüber September 2010. Das Tessin registrierte eine Abnahme von 27'000 Einheiten (-9,3%) und die Region Luzern / Vierwaldstättersee ein Minus von 22'000 Einheiten (-6,1%). Es folgen das Genferseegebiet (Waadtland) (-21'000 / -8,4%), die Ostschweiz (-15'000 / -6,9%) und das Wallis (-12'000 / -3,6%). Vier Tourismusregionen wiesen hingegen eine Zunahme auf. Darunter die Region Zürich, die mit einem Plus von 5600 Einheiten (+1,1%) das deutlichste absolute Wachstum verzeichnet. Es folgt die Region Jura & Drei-Seen-Land mit einer Zunahme von 4500 Logiernächten (+6%).

Download

Archiv