Tag der Tourismuswirtschaft 2017

Der diesjährige Tag der Tourismuswirtschaft behandelte die fortschreitende Digitalisierung im Tourismus. Hochkarätige Referenten, unter anderem von Uber und Airbnb, stellten ihre Visionen zur Digitalisierung im Tourismus vor. Der Schweizer Tourismus-Verband forderte fortschrittliche Rahmenbedingungen von der Schweizer Politik, insbesondere eine einfache nationale Abrechnung der Kurtaxen durch Airbnb und die Abschaffung der Roaming-Gebühren.

Auch dieses Jahr lud der Schweizer Tourismus-Verband (STV) ausgewählte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zum Tag der Tourismuswirtschaft ins Bellevue Palace nach Bern ein. Das Fokusthema «Digitalisierung im Tourismus» ist aktueller denn je und beschäftigt das Schweizer Parlament regelmässig, wie Dominique de Buman, Nationalrat und Präsident des Schweizer Tourismus-Verbandes betonte.

Barbara Gisi, Direktorin des STV stellte wichtige Kennzahlen zum Schweizer Tourismus vor und zeigte insbesondere die Unterschiede zwischen dem Berggebiet und dem übrigen Raum in der Schweiz auf. Jürg Schmid, Direktor von Schweiz Tourismus informierte über die aktuellen Marktentwicklungen im Schweizer Tourismus. Tobias Heyer, Public Policy Associate DACH Airbnb, stellte die aktuellsten Kennzahlen und Entwicklungen vor. So gibt es heute über 17’000 aktive Airbnb-Gastgeber in der Schweiz. Diese Unterkünfte sind durchschnittlich 23 Nächte pro Jahr vermietet und generieren im Mittel 2’900 CHF an Einnahmen pro Gastgeber. Bis heute sind über 447’000 Gäste mit Airbnb in die Schweiz gereist. Rasoul Jalali, General Manager DACH UBER, präsentierte die «Zukunft der Urbanen Mobilität». Ein eigenes Fahrzeug sei in Zukunft weitgehend überflüssig. Uber-Fahrer, Ride Sharing wie auch autonom fahrende Fahrzeuge von Uber sollen in Zukunft den Menschen zu mehr Mobilität verhelfen, besonders im Tourismus.

«Wir müssen für den Tourismus fortschrittliche Rahmenbedingungen schaffen.», betonte Barbara Gisi mehrfach. Dazu gehöre beispielsweise eine einfache nationale Abrechnung der Kurtaxen über Airbnb, aber auch ein Verbot von «Knebelverträgen» der Online-Buchungsplattformen der Hotellerie. Zuletzt thematisierte Gisi ebenfalls die voraussichtliche Abschaffung der Roaming-Gebühren in der EU ab Mitte 2017. Die Schweiz muss hier mithalten können und darf nicht zur Roaming-Insel in Europa werden.

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