Nachhaltigkeit ermöglicht künftige Entwicklung
Eine nachhaltige Entwicklung wird den Bedürfnissen der jetzigen Generation gerecht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. (Nachhaltigkeits-Definition der UNO, our Common Future, WCED 1987)
Das Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus (FIF) der Universität Bern definierte eine so genannte Magische Fünfeck-Pyramide einer nachhaltigen touristischen Entwicklung:
Die magische Fünfeck-Pyramide steht im Zentrum einer nachhaltigen touristischen Entwicklung. Die Eckpunkte des Zielsystems sind:
Wirtschaftlicher Wohlstand: Einkommen, Wertschöpfung, Abbau von unerwünschten Disparitäten, etc.
Subjektives Wohlbefinden: Selbstverantwortung und –verwirklichung, kulturelle Identität, Anpassungsfähigkeit, etc.
Wirtschaftlicher Wohlstand und subjektives Wohlbefinden sind die beiden Eckwerte der Lebensqualität.
Gästezufriedenheit: Optimale Befriedigung vielfältiger Gästebedürfnisse resp. Gästeerwartungen, Gästesegmentierung etc.
Die optimale Erfüllung der Gästeerwartung ist das Minimalverständnis des Marketings und des Qualitätsmanagements sowie Voraussetzung für den wirtschaftlichen Wohlstand.
Natur- und Ressourcenschutz: Ressourcenschutz, natürliche Vielfalt, Landschaftsbild, Berücksichtigung von Belastungsgrenzen, etc.
Kulturelle Vielfalt: Vielfalt des kulturellen Schaffens, Kulturgüterschutz, Netzwerke, etc.
Diese fünf Dimensionen stehen in einer wechselseitigen Abhängigkeit, bedingen einander und beeinflussen sich gegenseitig. Sie entsprechen auch den Dimensionen des qualitativen Wachstums. In der Nachhaltigkeitsdiskussion neu dazugekommen ist der Generationenvertrag. Man spricht deshalb auch von der «Enkelverträglichkeit»:
Zukünftige Generationen: Gestaltungsrecht resp. Beibehaltung der Handlungsoptionen zukünftiger Generationen im Sinne eines Generationenvertrages.
Um langfristig die touristische Prosperität sicherzustellen, müssen sich die touristischen Produktionskosten quantitativ und qualitativ an den Wertsteigerungen sowie am Anpassungsvermögen von Natur und Kultur orientieren.
Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit und die «Strategie Nachhaltige Entwicklung» des Bundes für die Schweiz finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Raumentwicklung ARE, Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation. > mehr
Dokumente
- Strategie Nachhaltige Entwicklung – Leitlinien und Aktionsplan 2008–2011 (pdf, 309 kb)
- Strategie Nachhaltige Entwicklung – Anleitung (pdf, 556 kb)
- Strategie Nachhaltige Entwicklung – Ergänzende Informationen (pdf, 443 kb)
- Zwischenbericht 2010 zum Stand der Umsetzung der Strategie (pdf, 325 kb)




