Logiernächterückgang im April, Wintersaison mit leichtem Plus

Gemäss den provisorischen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) verzeichnete die Hotellerie in der Schweiz im April 2010 insgesamt 2,4 Millionen Logiernächte. Dies entspricht gegenüber April 2009 einer Abnahme von 1,4 Prozent (-34'000 Logiernächte). Dieses Ergebnis ist auf die ausländischen Gäste zurückzuführen, die mit 1,4 Millionen Logiernächten ein Minus von 5,2 Prozent (-75'000 Logiernächte) verzeichneten. Die Gäste aus der Schweiz registrierten 1 Million Logiernächte und damit eine Zunahme von 4,1 Prozent (+42'000). Die touristische Wintersaison (November 2009 bis April 2010) brachte den Beherbergungsbetrieben in der Schweiz insgesamt 15,9 Millionen Logiernächte ein. Damit stieg die Nachfrage gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 0,5 Prozent (+86'000 Logiernächte).

Rückgang der europäischen Nachfrage im April 2010
Im April 2010 verzeichneten die Gäste aus Europa (ohne Schweiz) einen Rückgang von 84'000 Logiernächten (-7,4 %) gegenüber April 2009. Den stärksten absoluten Rückgang aller Herkunftsländer verzeichnete dabei Deutschland mit 58'000 Logiernächten weniger (-12 %). Österreich registrierte einen Rückgang von 4200 Logiernächten (-14 %). Demgegenüber legte Frankreich um 4000 Logiernächte zu und erzielte damit ein Plus von 4,2 Prozent. Der asiatische Kontinent verzeichnete eine Zunahme von 6500 Logiernächten (+4,5 %). Die stärkste absolute Zunahme aller ausländischen Herkunftsländer wies China (ohne Hongkong) mit einem Plus von 4300 Logiernächten (+21 %) auf. Indien verzeichnete 3200 zusätzliche Logiernächte (+14 %). Der amerikanische Kontinent verbuchte insgesamt eine Zunahme von 1800 Logiernächten (+1,5 %). Brasilien legte um 2200 Logiernächte zu, was einem Plus von 20 Prozent entspricht. Die Vereinigten Staaten wiesen hingegen ein Minus von 800 Logiernächten (-1 %) auf. Der Kontinent Ozeanien wies ein Logiernächteplus von 2200 Einheiten (+18 %) auf, während der afrikanische Kontinent 1200 Logiernächte weniger verbuchte (-6,2 %).

Logiernächterückgang in den Bergregionen
Im April 2010 verzeichneten die Bergregionen gegenüber April 2009 einen Logiernächterückgang. Graubünden wies mit einem Minus von 34'000 Logiernächten (-11%) den stärksten absoluten Verlust auf. Es folgen das Wallis (-26'000 Logiernächte bzw. -7,8%) und das Berner Oberland (-22'000 bzw. -10%). Das Schweizer Mittelland registrierte ebenfalls eine Abnahme, und zwar um 4300 Logiernächte (-3,2%). Alle übrigen Tourismusregionen legten bei der Logiernächtezahl zu. Genf und die Region Zürich verzeichneten mit einem Plus von je 11’000 Logiernächten (+5,9% bzw. +3%) die stärkste absolute Zunahme . Es folgt die Genferseeregion (Waadt) mit einem Plus von 8500 Logiernächten (+4,9%).

Schweizer Logiernächte in der touristischen Wintersaison im Plus
In der Wintersaison (November bis April) wurden gesamthaft 15,9 Millionen Logiernächte und damit eine leichte Zunahme von 0,5 Prozent gegenüber derselben Vorjahresperiode verzeichnet. Die Monate Februar und März schlugen mit einem Plus von 1,9 Prozent bzw. 5 Prozent zu Buche, während die übrigen Monate der Saison Rückgänge zwischen 0,5 Prozent und 2,6 Prozent verzeichneten. Während der Wintersaison legte die Logiernächtezahl der Schweizer Gäste um 113'000 Einheiten zu, was einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber der vorangehenden Wintersaison entspricht. Die ausländischen Gäste wiesen demgegenüber ein Minus von 27'000 Logiernächten (-0,3%) auf. Der europäische Kontinent (ohne Schweiz) verzeichnete eine Abnahme von 114'000 Logiernächten (-1,5%). Deutschland registrierte mit einem Minus von 74'000 Logiernächten (-2,7%) den stärksten absoluten Rückgang. Es folgen das Vereinigte Königreich (-46'000 Logiernächte / -4,8%) und die Niederlande (-24'000 / -5,1%). Demgegenüber registrierte Frankreich ein Plus von 19'000 Logiernächten (+2,8%), Polen legte um 14'000 Logiernächte (+21%) zu. Der amerikanische Kontinent verbuchte insgesamt eine Zunahme von 31'000 Logiernächten (+4,4%). 17'000 zusätzliche Logiernächte (+3,5%) gingen auf das Konto der Vereinigten Staaten. Der asiatische Kontinent erreichte eine Zunahme von 60'000 Logiernächten (+8,7%). Unter allen ausländischen Herkunftsländern verbuchte China (ohne Hongkong) mit zusätzlichen 28'000 Logiernächten (+28%) die stärkste absolute Zunahme. Singapur legte um 7500 Logiernächte zu (+16%). Ozeanien verbuchte 2500 zusätzliche Logiernächte (+3%) und der afrikanische Kontinent registrierte ein Minus von 6300 Logiernächten (-5%).

Bei den Tourismusregionen konnten die städtischen Regionen Logiernächtezunahmen verbuchen, während die Logiernächtezahlen in den Bergregionen tendenziell rückläufig waren. Das stärkste absolute Plus ging mit 104'000 Logiernächten (+5,1%) auf das Konto der Region Zürich. Es folgen Genf mit 68'000 (+5,8%) und die Region Basel mit 50'000 (+8%) zusätzlichen Logiernächten. Demgegenüber verzeichnete das Wallis mit einem Minus von 75'000 Logiernächten (-3,1%) den stärksten absoluten Rückgang, gefolgt vom Berner Oberland mit 35'000 Logiernächten weniger (-2,2%).

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